Ein Rat von Teodoro D. Cocca Deshalb sind Männer mittleren Alters mit einem kleineren Vermögen laut der Cocca-Studie für Finanzproduktverkäufer ein besonders attraktives Kundensegment. Teodoro D. Cocca mahnt alle betroffenen Akteure: „Es könnte in vielen Fällen ratsam sein, diesen sich selbst überschätzenden Risikofreudigen einen konservativeren Weg vorzuschlagen. Denn nach den schmerzhaften Verlusterfahrungen in der Finanzkrise muss die Selbstüberschätzung einiger Risikoinvestoren besonders ausgeprägt sein.“ Kostenbewusst und vernünftig Auf der andern Seite wird den Frauen und den wirklich Reichen ein besonders risikobewusstes und vernünftiges Anlage-verhalten bescheinigt. Sie würden im schlimmsten Fall höchstens einen Verlust von unter zehn Prozent in Kauf nehmen. Aufgrund der disziplinierten Abneigung vor unnötigen Risiken wird die Aufteilung des Vermögens auf die verschiedenen Anlageklassen entsprechend konservativ vorgenommen. Die Frauen und die wirklich Reichen können den Normalanlegern mithin als Vorbilder dienen: Wegen ihrer Risikoabneigung investieren sie kostenbewusst und vernünftig – und vermeiden dadurch unnötige Renditeneinbussen durch hohe Gebühren und Verluste.
„Contrarian-Strategie“
Kommt dazu: Die Reichen kaufen bei fallenden Aktienkursen überdurchschnittlich oft nach. Diese „Contrarian-Strategie“ – das Verhalten entgegen der grossen Herde ist seit jeher die hohe Kunst im Börsengeschäft. „Normalanleger, die sich das überlegte und offenbar erfolgreiche Anlageverhalten der Frauen und sehr Reichen als Vorbild nehmen, sind sicher auf dem richtigen Weg“, unterstreicht Teodoro D. Cocca.