Wie funktioniert das Krankenkassensystem in der Schweiz?

Worauf muss man sich achten beim Abschluss einer Krankenkasse?

Die Krankenkasse in der Schweiz besteht aus 2 Teilen: Grundversicherung und Zusatzversicherungen.

Die Grundversicherung ist obligatorisch in der Schweiz. In der Grundversicherung gibt es eine Jahresfranchise und einen Selbstbehalt. Die jährliche Franchise ist wählbar zwischen CHF 300 / 500 / 1000 / 1500 / 2000 / 2500 für Erwachsene und CHF 0 / 100 / 200 / 300 / 400 / 500 / 600 für Kinder bis 18 Jahre. Die Selbstbeteiligung wird zusätzlich zur gewählten Franchise berechnet und beträgt 10% der Kosten, maximum CHF 700 pro Jahr für Erwachsene und max. CHF 350 für Kinder. Zusätzlich gibt es einen gesetzlich vorgeschriebenen Spitalbeitrag von CHF 15 pro Spitaltag. Dieser entfällt bei Kindern, jungen Erwachsenen in Ausbildung und bei Frauen während der Schwangerschaft (im letzteren Fall muss die werdende Mutter auch keine Franchise und Selbstbehalt bezahlen für Leistungen, in Bezug auf Ihre Mutterschaft).

In der Grundversicherung bieten einige Krankenkassen verschiedene Modelle an, unter anderem:

Standard-Modell: Sie haben freie Arztwahl aller schweizerischen FMH-Ärzte. Es ist zwar das einfachste und angenehmste Modell, jedoch auch das teuerste.

Telemedizinisches Modell: hier müssen Sie vor jeder medizinischer Konsultation (ausser bei Gynäkologen, Augenärzten und Zahnärzten) ein medizinisches Callcenter kontaktieren. In manchen Modellen ist das besprochene Vorgehen verbindlich, in anderen haben Sie nur die Anruf-Pflicht und können das Vorgehen als «Empfehlung» entgegennehmen, oder auch nicht. Prämienrabatt zwischen 10-15% im Gegensatz zum Standardmodell.

Hausarztmodell mit Listenarzt: In diesem Modell müssen Sie bei Vertragsabschluss einen Hausarzt festlegen, den Sie für jede Erst-Konsultation aufsuchen. Dieser Arzt wird Sie bei Bedarf an Spezialisten überweisen. Der gewählte Arzt muss aus einer von der Krankenkassen vorgegebenen Liste stammen. Prämienrabatt zwischen 10-17% im Gegensatz zum Standardmodell.

Hausarztmodell mit frei gewähltem Arzt: auch in diesem Modell müssen Sie bei Vertragsabschluss einen Hausarzt festlegen, den Sie für jede Erst-Konsultation aufsuchen und der Sie bei Bedarf an Spezialisten überweist. Der Arzt kann jedoch frei gewählt werden. Prämienrabatt zwischen 10-15% im Gegensatz zum Standardmodell.

HMO Modell: Sie wählen ein Ärztenetzwerk, ein Ärztezentrum, oder einen Arzt aus einer HMO-Liste die die Versicherungsgesellschaft vorgibt und wenden sich jeweils and das angegebene Zentrum/Arzt. Prämienrabatt zwischen 10-17% im Gegensatz zum Standardmodell.

Apotheken-Modell: meist in Kombination mit dem Telemedizinischen Modell. Sie haben die Wahl, vor einem Arztbesuch die medizinische Hotline oder eine Partnerapotheke zu konsultieren. Prämienrabatt zwischen 10-15% im Gegensatz zum Standardmodell.

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