Aktuelle Steuervorteile der 3. Säule im Jahr 2017:

Beiträge in die 3. Säule können Sie begrenzt vom steuerbaren Einkommen in Abzug bringen. Diese Abzüge werden für alle Familienmitglieder mit einem AHV-Einkommen gewährt. Die Motivation vom Schweizer Volk, respektive vom Staat, Kantonen und Gemeinden liegen im 3 Säulen Prinzip. Die 3. Säule wird als Private Vorsorge bezeichnet und soll das Einkommen im Zeitpunkt der Pensionierung die Renten und das Vermögen erhöhen, damit der gewohnte Lebensstandard weitergeführt werden kann. Die Höhe des maximalen Abzugs und somit der maximalen Beiträge im Jahre 2017 betragen:

  • Für alle Personen die nach BVG versichert sind CHF 6’768 pro Jahr oder CHF 564 pro Monat
  • Für alle Personen mit AHV-Einkommen und nicht BVG versichert sind 20 % des steuerbaren Einkommens im Maximum CHF 33’840 pro Jahr oder CHF 2’820 pro Monat.

Für eine möglichst genaue Berechnung benötigt es folgende Informationen:

  • Steuerliche Wohnadresse
  • Zivilstand
  • Jährliches AHV-Einkommen aller Personen
  • Angaben wie viele Kinder (bis Alter 18 und bis Alter 25 und noch in Ausbildung)
  • Konfession

oder das steuerliche Nettoeinkommen gemäss Steuererklärung und ob Einzelperson Tarif A oder Mehrpersonen Tarif B, sowie die Konfession.

 

Familie, zwei Kinder, konfessionslosCHF
Steuerbares Einkommen80’000.-
Total der Steuerbelastung ohne Einzahlung in eine gebundene Vorsorge (Säule 3a)9’664.-
Total der Steuerbelastung bei Einzahlung der aktuellen steuerlichen Abzugslimite von CHF 6’768.- in eine gebundene Vorsorge (Säule 3a)8’360.-
Gesamte jährliche Steuereinsparung bei Ausnutzung der maximalen steuerlichen Abzugslimite1’304.-
Familie, ein Kind, konfessionslosCHF
Steuerbares Einkommen170’000.-
Total der Steuerbelastung ohne Einzahlung in eine gebundene Vorsorge (Säule 3a)32’719.-
Total der Steuerbelastung bei Einzahlung der aktuellen steuerlichen Abzugslimite von CHF 6’768.- in eine gebundene Vorsorge (Säule 3a)21’835.-
Gesamte jährliche Steuereinsparung bei Ausnutzung der maximalen steuerlichen Abzugslimite10’884.-

Steuerliche Bestimmungen zur Auszahlung 3. Säule Gelder

Auszahlungen von Kapitalien aus der 3. Säule müssen immer versteuert werden. Diese werden separat vom Einkommen, zu 1/5-tel des aktuellen Steuersatzes berechnet.

Aus diesem Grund ist die Höhe der Steuer abhängig vom aktuellen steuerbaren Wohnsitz während der Auszahlung. Personen die keinen Steuerbaren Wohnsitz in der Schweiz haben, versteuern das Kapital via Quellensteuer. Dabei ist es entscheidend, wo sich der Sitz der Gesellschaft befindet, damit der Steuersatz bestimmt werden kann.

Da eine Progression besteht (je höher der Betrag, desto höher der Prozentuale Tarifsatz) ist es entscheidend, in welcher Höhe die Beträge bezogen werden. Auszahlungen von Kapitalien aus 2. und 3. Säulen im selben Jahr werden zusammen versteuert. Aus diesem Grund empfehlen wir die Kapitalien gestaffelt auszahlen zu lassen. Ein Bezug kann jeweils alle 5 Jahre, ,mindestens in der Höhe von CHF 20’000 getätigt werden.

Die Gründe für einen Bezug der 2. und 3. Säule Kapitalien können aus folgenden Gründen getätigt werden:

  • Ohne Begründung bis 5 Jahre vor dem ordentlichen Pensionsalter (2017 ist dies bei Männer das Alter 60 und bei Frauen das Alter 59). Es wird erwartet dass das Pensionsalter bei den Frauen demnächst auf Alter 65 erhöht wird und bei den Männern mittelfristig auf Alter 67.
  • Für Kauf, Amortisierung, teilweise für Um- oder Anbau von selbst bewohntem Wohneigentum in der Schweiz.
  • Beim definitivem Verlassen der Schweiz (Abmeldung Wohnsitz). Für obligatorische BVG Gelder ist der Bezug nur möglich, wenn der neue Wohnsitz ausserhalb Europa liegt.
  • Bei Aufnahme einer neuen, selbständigen Erwerbstätigkeit (sollte diese Tätigkeit innert kürze wieder abgebrochen werden, kann eine Rückvergütung verlangt werden).
  • Im Todesfall – Auszahlung an die gesetzlichen Erben.

 

Es wird empfohlen die Auszahlungen mit einem spezialisierten Finanzplaner zu besprechen. Er kann Ihnen die notwendigen Grundlagen für einen optimalen Bezug aufzeigen.