Die Schweizer Altersvorsorge basiert auf dem Drei-Säulen-Prinzip:

AHV/IV und Ergänzungsleistungen bilden die 1. Säule, die Pensionskasse die 2. Säule und die persönliche Vorsorge die 3. Säule.

Die 1. Säule

ist die Staatliche Vorsorge und steht für die Alters- und Hinterlassenen (AHV). Dazu zählen auch die Invalidenversicherung (IV), der Erwerbsersatz während des Militärdienstes (EO) und bei Mutterschaft sowie die Arbeitslosenversicherung (ALV). Diese 1. Säule soll den Existenzbedarf decken und ist obligatorisch. Sehr ausführliche Informationen sowie unter anderem die Möglichkeit, seine Rente online zu berechnen und einzuschätzen, bietet die Website www.ahv-iv.ch.

Die 2. Säule: Pensionskasse

Auch die 2. Säule ist obligatorisch: die berufliche Vorsorge (Pensionskasse). Versichert sind alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die schon in der 1. Säule versichert sind und im Jahr 2017 mindestens CHF 21’150.- pro Jahr verdienen. Die obligatorische Versicherung beginnt mit Antritt des Arbeitsverhältnisses, frühestens mit Vollendung des 17. Altersjahres. Bis zum erreichen des 24. Altersjahrs decken die Beiträge nur die Risiken Tod und Invalidität ab. Ab dem Jahr nach Vollendung des 24. Altersjahres und bis zur Aufgabe der Erwerbstätigkeit wird zusätzlich für die Altersrente angespart. Wir erwarten demnächst eine Gesetzesänderung, dass Sparbeiträge bereits ab dem 20. Alterjahr angespart werden.

Nicht obligatorisch versichert sind zum Beispiel Selbständigerwerbende sowie Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit einem begristeten Arbeitsvertrag von höchstens drei Monaten. Sie können sich unter Umständen freiwillig für die Minimalvorsorge versichern.

3. Säule: persönliche Vorsorge

Die 3. Säule umfasst die persönliche Vorsorge von Erwerbstätigen und ist freiwillig. Diese Säule wird unterteilt in Säule 3a, die gebundene Selbstvorsorge für selbständige und unselbständige Erwerbstätige, und 3b, die freie/ungebundene Selbstvorsorge für alle. Beiträge sin Säule 3a sind bis zu einem gewissen Betrag vom steuerbaren Einkommen abziehbar. Da sie gebunden sind, kann nicht jederzeit frei darüber verfügt werden. Ihr Höchstbetrag wird vom Bundesamt für Sozialversicherungen festgelegt und kommuniziert. 2017 dürfen Angestellte, die einer Pensionskasse angehören, maximal CHF 6’768 in Säule 3a einzahlen. Selbständigerwerbende die keiner Pensionskasse angehören, dürfen 2017 20 % des jährlichen Erwerbseinkommens, maximal CHF 33’840 einzahlen und diesen einbezahlten Betrag vom steuerbaren Einkommen abziehen.